Exkursion der Akademie für Betriebsmanagement

Die Akademie für Betriebsmanagement besuchte im Rahmen der Projektwoche (27.10. - 29.10.2010) die Firma Fischer-Dübel in Waldachtal im schönen Schwarzwald und die Firma Wagner in Markdorf am Bodensee. Kulturelles Reiseziel war Konstanz.

Tag 1 - Fischer Dübel GmbH, Waldachtal
Die Firma Fischer Dübel aus dem Waldachtal lud zur Betriebsführung ein.
Thema dieses Tages war das Fischer Prozess System (FPS).
Herr Mengis, Personalleiter des Standortes Waldachtal führte uns in das Leitbild der Firma ein.
Alles Handeln dieser Firma basiert auf folgenden drei Grundwerten: Innovation, Eigenverantwortlichkeit und Seriosität. Nachdem uns Herr Mengis diese Werte genauer erläutert hatte, übernahm Herr Göbel das Wort. Er ist der internationale FPS-Koordinator. Im FPS geht es um betriebliche Prozessoptimierungen. Jeder Mitarbeiter setzt die für seinen Bereich geltenden Prozess-Ziele Tag für Tag um. Dies führt zu einer kontinuierlichen Verbesserung in jedem Arbeitsbereich und zu einem Mehrwert für die Firma und ihre Kunden.
Nach der vorzüglichen Verköstigung im betriebseigenen Restaurant wurden wir vom Produktionsleiter Herrn Störzer durch den Fertigungsbereich geführt. Um 15.00 Uhr traten wir die Weiterreise nach Konstanz an, um im Hotel „Barbarossa“ einzuchecken. Gegen 18.30 Uhr fanden wir uns geschlossen zu einer Brauereiführung in der Brauerei Joh. Albrecht ein. Der weitere Abend wurde individuell gestaltet.

Tag 2 - Firma Wagner, Markdorf
Am 2. Tag war der Treffpunkt bereits um 8.00 Uhr. Um Fahrzeit zu sparen, nutzten wir die Fähre von Konstanz nach Meersburg.
Herr Stecher, unser Referent bei der Firma Wagner ist gelernter Malermeister, und hat uns bestens in die Theorie der Spritztechnik eingewiesen. Im Vordergrund standen technische Neuheiten der Firma Wagner.
Nach Stärkung in der Kantine ging es vor der Praxis noch zu einem Rundgang durch den Betrieb. Neben hochwertigen Airless-Spritzgeräten befinden sich auch die Bereiche „Baumarktprodukte“ und „Pulverbeschichtung“ in Markdorf.
Im Praxisteil zeigte uns Herr Stecher die neusten Airlessgeräte für PUR-basierte Lacke nach VOC-Norm. Der Clou dieser Technik ist die Erwärmung des Materials in einem heizbaren Materialschlauch, um die Viskosität des Produktes zu beeinflussen.
Desweiteren wurde uns eindrucksvoll demonstriert, wie ein verarbeitungsfertiger Spritzspachtel im Airlessauftrag appliziert wird.

Tag 3 - Stadtführung durch Konstanz
Um 10.00 Uhr versammelte sich die Klasse an der alten Hafenuhr zu einem geführten Stadtrundgang. Dieser ermöglichte uns einen Blick hinter die steinernen Fassaden von Konstanz. Normal nicht zugängliche Feuergassen und Hinterhöfe präsentierten ein ganz anderes Bild der einst mächtigen Bischofsmetropole.
Eine Sehenswürdigkeit war die „Imperia“ - eine neun Meter hohe Skulptur in der Hafeneinfahrt von Konstanz. Weiter ging es zum Konzilsgebäude und durch Wuostgräben bis zum Münster von Konstanz. Mit Wuostgräben bezeichnete man im Mittelalter die Vorläufer der Kanalisation. Schließlich führte uns der Rundgang zurück bis zu den Römern. Wir besichtigten den freigelegten Teil des riesigen römischen Kastells unterhalb des Münsterplatzes.
Das breitgefächerte Programm der Projektwoche gewährte uns Einblicke in die Optimierung von Prozessen, in neue Verfahren und Spritz-Geräte und hinter die Kulissen der Stadt Konstanz und kann damit als voller Erfolg gewertet werden.

(Text & Fotos: FAKF2)